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Für einen ersten Einblick sehen Sie hier unsere aktuelle Schaufensterausstellung!

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Aktuelles Thema:

Kirchenorgeln

Unser aktuelles Schaufenster

Prinzip

Bereits im 3. Jh. v. Chr. war das Prinzip der Orgel bekannt (gr. organon lat. organum, Werkzeug, Instrument). Der nötige Luftdruck wurde damals mit einer Hydraulik erzeugt (Hydraulis = Wasserorgel). Überlieferungen dieser Vorläufer der heutigen Orgeln stammen aus der frühen ägyptischen Hauptstadt Alexandria (Ktesibios-Orgel). Später sorgten technisch ausgereiftere Gebläse und Bälge für einen konstanten Luftdruck, der über verschiedene Ventilsysteme den Pfeifen zugeordnet wurde.

Bei den Labial-Pfeifen wird, ähnlich einer Blockflöte, die Luft (bei Orgeln spricht man von "Wind") an einer Kante (dem Labium) gebrochen und erzeugt im Rohrinnern Schwingungen. Der eigentliche Ton entsteht an dieser Kernspalte und der Pfeifenkörper bildet den Resonator. Während die Rohrlänge -und damit die Tonhöhe- bei der Blockflöte durch Schließen und Öffnen der Bohrungen mit den Fingern verändert wird, muss eine Orgel für jeden einzelnen Ton eine eigene Pfeife besitzen. Meist werden sie aus einer Zinn-Blei-Legierung mit den unterschiedlichsten Mischungsverhältnissen angefertigt. Labialpfeifen aus Holz haben einen etwas weicheren Klang als Metallkonstruktionen. Der einfacheren Bauweise wegen werden Holzpfeifen meist mit einem rechteckigen Querschnitt hergestellt.

Eineandere Methode um mit Luft Töne zu erzeugen bilden die Zungenpfeifen. In dem Fuß dieser Lingual-Pfeifen ist ein Blättchen angebracht, das bei zuströmendem Wind (wie bei einer Klarinette) vibriert und dadurch den Ton erzeugt. Mit einer in das Gehäuse hineinragenden Stimm-Krücke kann die Länge des vibrierenden Blättchens variiert und damit die Lingualpfeife nachgestimmt werden. Insgesamt erzeugen Zungenpfeifen einen eher grelleren Klang als die Labialpfeifen. Letztere bilden jedoch bei Kirchenorgeln den überwiegend größeren Teil.

Pfeifenformen

Während das Volumen (und damit meist die Länge) einer Pfeife die Höhe des Tones festlegt, wird die Klangfarbe hauptsächlich durch ihre Form bestimmt. Die Pfeifenlängen werden üblicherweise in alten Fußeinheiten (1 Fuß = 30,5 cm) angegeben. Eine 8`-Pfeife (sprich: acht Fuß) ist also doppelt so lang wie ein 4`-Pfeife und klingt eine Oktave tiefer. In der geschichtlichen Entwicklung der Orgel sind immer neue Pfeifenformen und damit neue Klänge entstanden. Es gibt heute etwa 150 verschiedene Formen, die jeweils mit einem kennzeichnenden Namen versehen sind (Spitzflöte, Trompete, Nachthorn, Gambe usw.).

Ein wesentliches Klangkriterium bei den Labialen ist auch die Beschaffenheit der Öffnung an den Labien. Je nachdem wie die Kanten bearbeitet sind, kann eine Pfeife schnell erklingen, einen "sauberen" Ton erzeugen, oder sie kann eine kurze Einschwingphase benötigen, die als hörbares Blasgeräusch einen besonderen Effekt darstellt. Gedackte Pfeifen sind oben mit einem Deckel ganz oder teilweise verschlossen. Die Tonfrequenz einer geschlossenen Pfeife ist nur halb so hoch wie die einer offenen. Ihr Ton klingt also eine Oktave tiefer.

Wird eine Pfeife zusammen mit einer nur leicht verstimmten Pfeife eines zu diesem Zweck vorgesehenen Registers gespielt, so ergibt die Mischung beider Frequenzen einen so genannten Schwebungseffekt, bei dem eine langsame dritte Frequenz entsteht (die Differenzfrequenz). Der eigentliche Ton scheint zu schwingen oder zu vibrieren, und das Ergebnis ähnelt etwa dem eines Vibratoeffektes.

Die Register

Um nun alle gewünschten Tonhöhen in einer einzigen Klangfarbe spielen zu können, ist es also notwendig, jeweils etwa 50 bis 70 Pfeifen dieser Art zu einem Register zusammenzustellen. Soll ein anderer Klang erzeugt werden, müssen wiederum 50 bis 70 Pfeifen dieser anderen Art vorhanden sein. Es lässt sich erahnen, dass das gewaltige Klangspektrum großer Orgeln eine Vielzahl einzelner Pfeifen benötigt. Der Umfang bei heutigen Orgeln kann einige tausend Pfeifen zählen, mit Längen zwischen 2cm und 10m. Mit den Registerschiebern am Spieltisch lassen sich die Register einzeln oder mehrere zusammen anwählen.

Somit können, je nachdem welche Registerrohre Druckluft enthalten, mit einer einzigen Taste eines Manuals sehr viele verschiedene Klänge und deren Mischungen erzeugt werden.

Die Mechanik

Obwohl das Funktionsprinzip, Luft über Ventile einzelnen Pfeifen zuzuordnen, denkbar einfach ist, gibt es jedoch viele unterschiedliche Techniken (rein mechanische, pneumatische, elektromechanische, elektropneumatische ...). Das hier dargestellte Prinzip entspricht dem einer elektropneumatischen Kegellade. Konische Ventile werden von Membranen (Bälgchen) geöffnet, die ihrerseits von einem Elektroventil (mit eigener Druckluft, dem Trakturwind) gesteuert werden.

Wird am Spieltisch eine Taste gedrückt, dann betätigt diese einen elektrischen Taster. Das nunmehr elektrische Signal wird an eine elektronische Steuereinheit (ähnlich einem Computer) weitergeleitet, welche die Aufgabe der Signalverwaltung übernimmt. Ist beispielsweise die Spieltaste für die Membranleiste der Note "C" zuständig, so sendet die Steuereinheit Strom an den Elektromagneten dieser Leiste. Die kleine Metallzunge (Wippe, Wippenanker) wird magnetisch angezogen und durch Hebelwirkung öffnet sich das Relaisventil. Gleichzeitig schließt ein Konterventil die Unterseite der Membranleiste, damit an dieser Durchführung keine Luft entweichen kann.

Die Druckluft aus der Trakturlade kann in die Membranleiste strömen und bläst die Membrankissen auf. Dadurch erst werden die eigentlichen Spielventile angehoben und lassen den Wind aus den Registerkanzellen in die Pfeifenkammer und somit in die Pfeife einströmen. Traktur- und Pfeifenwind bilden getrennte Systeme. Der Trakturwind, der die Membranen sehr schnell aufblasen muss, weist meist einen höheren Druck auf, als der Pfeifenwind. Am oberen Teil der Kegelventile ist eine so genannte Kegelschere angebracht, die mit zwei Leitstiften eine gerade Führung des Ventils ermöglicht und ein Verdrehen verhindert. Jede einzelne Pfeife ragt in eine eigene Pfeifenkammer und besitzt ihr eigenes Ventil. Alle diese Ventile eines Registers (also einer Klangfarbe) ragen in eine gemeinsame Registerkanzelle, die der Organist mit den Registerschiebern mit Druckluft füllen kann.

In der schematischen Seitenansicht erkennt man, dass mehrere Ventile gleichzeitig in mehreren Registern geöffnet werden. Eine einzelne Membranleiste wird also mehrfach genutzt, um in verschiedenen Registern die gleiche Note mit einer anderen Klangfarbe zu spielen. Es ertönen jedoch nur jene Pfeifen, deren Registerkanzellen unter Druck stehen (das "Register gezogen" ist). Der Grundriss lässt erkennen, dass die Pfeifen (also die Tonhöhe) einer X-Richtung, die verschiedenen Register (die Klänge) hingegen einer dazu rechtwinkligen Y-Richtung entsprechen. In der unteren linken Darstellungen erkennt man die in X-Richtung nebeneinander liegenden Membranleisten mit den Magnetventilen an ihren vorderen Enden. Diese hohlen Leisten befördern die Druckluft in Y-Richtung zu jeweils mehreren Membranen, welche die Spielventile anheben. Wie schon oben erwähnt gibt es eine Reihe anderer Systeme für die Spiel- und Registertraktur. Im klassischen Orgelbau werden die Ventile mechanisch mit Wippen und dünnen Holzleisten aufgedrückt (Stecher) oder aufgezogen (Abstrakte). Dabei muss die Tastenbewegung der verhältnismäßig kleinen Klaviatur oft über große Distanzen übertragen werden, ohne jedoch einen zu hohen mechanischen Widerstand darzustellen.

Die einzelnen Techniken haben alle ihre Vor- und Nachteile. Einige sind kompliziert im Bau, andere sind umständlich bei Reparaturarbeiten. So haben elektrisch oder elektronisch gesteuerte Ventile einerseits den Vorteil, dass vom Organisten zum Öffnen der Ventile kein Kraftaufwand mehr erfordert wird, andererseits jedoch den Nachteil, dass durch eine solche elektrische (digitale) Übertragung, die spürbare mechanische Rückwirkung verloren geht. Der Organist fühlt keinen typischen Anschlag mehr und kann kaum noch eine persönliche Anschlagtechnik für die betreffende Orgel entwickeln.

Die Werke

Mehrere Register werden zu Werken zusammengefügt (Pedalwerk, Hauptwerk, Positiv, Recit, Schwellwerk, Bombardwerk, Brustwerk usw.). Die einzelnen Werke besitzen meist charakteristisch ausgewählte Grundregister. So ist z.B. ein Werk hauptsächlich für die Bässe ausgelegt (die oft mit dem Pedal gespielt werden), ein anderes für die Hauptmelodie usw. Dabei entspricht ein Werk meist auch einem Manual oder Pedal am Spieltisch. So wird üblicherweise das Hauptwerk auch vom Hauptmanual gespielt, das Recit vom Recit-Manual usw. Viele moderne Orgeln, insbesondere elektronisch gesteuerte, ermöglichen es aber auch, Werke oder Teile (einzelne Register aus einem Werk) mit einem anderen Manual/Pedal zu bespielen.

Im Inneren einer Orgel sind die Werke oft über mehrere Etagen verteilt und die einzelnen Pfeifen manchmal

nur mit Leitern erreichbar. Neben den unzähligen und in mühsamer Handarbeit angefertigten Detail-konstruktionen der einzelnen Pfeifen und der Spielmechanismen werden die Orgelbauer dabei auch gefordert, den verfügbaren Platz und die klanglichen Raumbedingungen der jeweiligen Kirche zu berücksichtigen.

Die sichtbare, reichlich verzierte und mit aufwendigen Holzornamenten geschmückte Frontseite vermittelt oft einen falschen Eindruck der eigentlichen, dahinter liegenden Werke. Das äußere Erscheinungsbild erforderte bei einigen Orgeln sogar einen höheren Arbeitsaufwand als das Instrument selbst, und manch glänzende Prospektpfeife ist eine stumme Attrappe.

Das Schwellwerk

Da jede einzelne Pfeife stets mit dem gleichen Luftdruck gespielt wird, kann ihre Lautstärke auch nicht verändert werden. Seit dem 17. Jh. werden daher viele Orgeln mit Schwellwerken ausgerüstet. Dabei sind einige Register in einen Schwellkasten (eine Art "Schrank mit Türen") eingebaut. Diese Jalousien können vom Organisten während des Spielens vom Spieltisch aus mit einem Pedal geöffnet und geschlossen werden. Dadurch steigert oder verringert sich die Lautstärke dieses Teilwerks.

Werden die Lamellen beim Spielen langsam geöffnet oder geschlossen, dann entsteht eine Steigerung (Crescendo) bzw. eine Absenkung (Decrescendo) der Lautstärke. Geschlossene oder teilgeöffnete Lamellen erzeugen eine Echo- oder Fernwirkung. Ähnliche Effekte erzielt man auch mit Progressivschweller oder Roll- und Kollektivschweller.

Manche Orgeln verfügen über mehrere solch schwellbarer Teilwerke, deren Jalousien unabhängig voneinander aktiviert werden können. Somit kann die klangliche Vielfalt, die erst durch das gleichzeitige Zusammenspielen mehrerer Register entsteht, auch in gemäßigter Lautstärke vollständig ausgenutzt werden. Viele Orgelpartituren enthalten daher Passagen, die speziell die besonderen Möglichkeiten und Eigenschaften der Schwellwerke ausnutzen.

Die Trauermusik

Unser aktuelles Schaufenster

Die Musik spielt bei vielen Menschen im Leben eine große Rolle. In allen Kulturkreisen ist die Trauermusik ein wichtiger Bestandteil der Zeremonie des Abschieds. Die Atmosphäre einer Trauerfeier wird durch die Auswahl des musikalischen Rahmens maßgeblich bestimmt. Darüber hinaus kann Musik auch einen wichtigen Beitrag zur Trauerbewältigung leisten.

Die Auswahl der Musik sollte der Persönlichkeit des Verstorbenen entsprechen oder sich nach seinem Geschmack richten. Erinnerungen und Assoziationen werden wach und intensivieren das liebevolle Gedenken. Ob Tonträger, Musiker oder Sänger, ob klassische oder moderne Musik: Die Auswahl der Trauermusik sollte persönlich und individuell ausgesucht werden. Dabei ist es nicht zwingend erforderlich, dass die Musik einen melancholischen Charakter aufweist.

Auch die Abschiedsfeiern für berühmte Personen wurden oft durch die musikalische Gestaltung entscheidend bestimmt. Unvergesslich ist Elton Johns ergreifender Auftritt am Klavier mit dem Lied „Candle in the Wind“ im Rahmen der Trauerfeier von Prinzessin Diana. Bei den Abschiedsfeierlichkeiten von Michael Jackson traten namhafte Künstler mit einer musikalischen Vielfalt auf: Balladen, Gospel- und Popsongs gehörten zum Programm.

Die musikalische Begleitung eines Abschieds sollte so gestaltet werden, dass sie zu dem Leben des verstorbenen Menschen passt und dem besonderen Gedenken entspricht.

 

Zitate

Musik ist eines der größten Mittel, das Herz zu bewegen und Empfindungen zu wecken. Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber es unmöglich ist zu schweigen.
Victor Hugo

Musik ist ein Vehikel für Traurigkeit - aber auch für Freude. Und wenn es gelingt, beide Extreme zusammenzubringen, entsteht Magie.
Paul McCartney

Die Tonsprache ist Anfang und Ende der Wortsprache, wie das Gefühl Anfang und Ende des Verstandes, der Mythos Anfang und Ende der Geschichte, die Lyrik Anfang und Ende der Dichtkunst ist.
Richard Wagner

Die Musik wird treffend als Sprache der Engel beschrieben.
Thomas Carlyle

Musik ist die Kurzschrift des Gefühls.
Leo Tolstoi

Musik ist die gemeinsame Sprache der Menschheit.
Henry Wadsworth Longfellow

Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.
Friedrich Nietzsche

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